Es gibt Häuser, die haben schon einen Kaiser empfangen. Der Kammerhof ist so eines: Seit 1453 residierte hier der Salzamtmann und verwaltete für die Habsburger das Salzmonopol des gesamten Kaiserlichen Kammerguts. Kaiser Friedrich III. und sein Sohn Maximilian I. gaben sich hier persönlich die Ehre – dessen Wappenfresko von 1490 ziert bis heute die Fassade. Über Jahrhunderte war der Kammerhof das repräsentative Zentrum der Stadt: Amtssitz, Bürgerhaus, Schauplatz von Hauskonzerten und heute teilweise Museum. Ein Teil dieses geschichtsträchtigen Gebäudes lässt sich nun bewohnen: Top 7, im ersten Obergeschoss – dort, wo einst die herrschaftlichen Wohn- und Repräsentationsräume lagen.
Was die Jahrhunderte an Substanz hinterlassen haben, wurde nun mit Bedacht neu geordnet. Die Wohnung wurde vollständig adaptiert und neu aufgeteilt – kein Zwischenmieter hat je diese Räume bewohnt, keine fremde Gewohnheit ihre Spuren hinterlassen. Es ist ein Erstbezug, in einem Haus, das seit über fünfhundert Jahren steht.
Man betritt die Wohnung über ein lichtdurchflutetes Vestibül von über 16 m² und folgt dem neu verlegten Fischgrätparkett von Trapa unter gotischen Klostergewölben, Original aus dem 15. Jahrhundert, sorgsam erhalten. Er führt in eine 51 m² große Wohnküche mit freistehender Natursteininsel und einem blau-weißen Fliesenboden, der an die große Handelsgeschichte des Hauses erinnert, ohne sie zu imitieren. Die Küche selbst ist eine Tischlerarbeit, feinste Qualität, die man erst begreift, wenn man eine Lade öffnet und merkt, wie leise sie sich schließt. Hier wurde nirgends gespart – man sieht es nicht auf den ersten Blick, man spürt es beim zweiten. Direkt dahinter öffnet sich der Balkon: Seeblick, Bergblick, ein Fahrgastschiff, das gemächlich seine Runde über den Traunsee zieht – ein Bild, das sich seit anderthalb Jahrhunderten kaum verändert hat.
Zur Wohnung gehören zwei Schlafzimmer, ein Gästezimmer und zwei großzügig sanierte Bäder, deren Fliesen aus Italien stammen – von der Sorte, die man nicht beziffert, sondern einfach betritt und weiß, woran man ist. Dazu ein Abstellraum und ein Personenaufzug, der die Etage bequem erschließt. Zentralheizung, Doppelverglasung in den historischen Fensterrahmen und außenliegender Sonnenschutz sorgen für zeitgemäßen Komfort, ohne dem Haus seinen Charakter zu nehmen.
Und doch liegt all das mitten im Leben der Stadt: 75 m zur Straßenbahn, 100 m zum Bus, 125 m zur Bäckerei, 200 m zu Arzt und Supermarkt, 300 m zur Post. Wer hier wohnt, muss sich zwischen Altstadt und Seeblick nicht entscheiden.
Eckdaten
Der Immobilienmakler erklärt, dass er – entgegen dem in der Immobilienwirtschaft üblichen Geschäftsgebrauch des Doppelmaklers – einseitig nur für den Vermieter tätig ist.
Infrastruktur / Entfernungen
Gesundheit
Arzt <500m
Apotheke <500m
Krankenhaus <2.000m
Klinik <2.000m
Kinder & Schulen
Schule <500m
Kindergarten <500m
Nahversorgung
Supermarkt <500m
Bäckerei <500m
Einkaufszentrum <1.500m
Sonstige
Bank <500m
Geldautomat <500m
Post <500m
Polizei <500m
Verkehr
Bus <500m
Straßenbahn <500m
Bahnhof <500m
Autobahnanschluss <7.000m
Flughafen <6.500m
Angaben Entfernung Luftlinie / Quelle: OpenStreetMap